Super Stimmung bei der Eröffnung der Pausenaktion an der Marienschule in Opladen. © Becker | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln
Super Stimmung bei der Eröffnung der Pausenaktion an der Marienschule in Opladen. © Becker | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln

15 Minuten für… für was denn?

Ein Erlebnisbericht von Johanna Ohlig und Daniel Markus Wowra, Schülerin und ehemaliger Schüler der Marienschule Opladen.

15 Minuten für eine bessere Welt? Ja, die Welt ein kleines Stückchen besser machen als sie ist und das alles in 15 Minuten? 15 Minuten, was soll man da schon erreichen können?

Mit kreativen Ideen, einem funktionierenden Zusammenspiel zwischen Schülern aller Stufen und Lehrern und der Absicht etwas Gutes zu tun im Sinn können wir eine Menge erreichen und bewegen.

Schon in der Fastenzeit fanden an der Marienschule Opladen in der Pause regelmäßig verschiedene Aktionen der MiSereOr-Projektgruppe im Glastreppenhaus statt und nach der Exkursion zu MISEREOR nach Aachen – Ende Juni 2013 – war klar: wir setzen die 15 Minuten Aktion um, wir werden die Pilotschule für das gesamte Projekt.

Aber wie kam es dazu, welche Aktionen wurden im Einzelnen gemacht und waren es wirklich nur 15 Minuten?

In Aachen, in der MISEREOR-Zentrale, wurde uns das Projekt zum ersten Mal vorgestellt: mit Beispielen und Gelegenheiten für spontanes Brainstorming. Es ging nur grob ums Inhaltliche, schließlich war diese Aktion noch gar nicht offiziell, aber nach einem Fotoshooting war der nächste Schritt in die richtige Richtung getan. Wir fuhren nach Hause, aber vergessen waren die ’15 Minuten’ natürlich nicht und besonders den jüngeren Kindern schwebten eine Menge Ideen durch den Kopf.

Aber erst einmal Sommerferien – da arbeitet ja keiner, außer vielleicht ein paar Lehrer… Diese vorbereitet, die Schüler gut erholt und alle mit neuen Ideen, so ging’s dann los für die Mitglieder der MiSereOr-AG (!). Überlegungen wurden angestellt, diskutiert und Aufgaben verteilt, sodass klar war, wer wo anrufen, hingehen oder hinfahren musste, welche Besorgungen wo zu erledigen waren und besonders bis wann das alles passiert sein musste. Aber dank Facebook und dem ein oder anderem Gespräch im Flur hat alles wunderbar geklappt, auch wenn die Vorbereitung „etwas“ mehr als 15 Minuten dauerte.

Dann ging es los:

In den Pausen wurde fairer Saft verkauft, während die Stunden dazu genutzt wurden auch die jüngeren Schüler miteinzubeziehen. Neben den fünften und sechsten Klassen, die in der Aktionswoche in den großen Pausen, die teilweise auch 20 Minuten dauern (aber das interessiert ja nicht), die Möglichkeit hatten, ihre Pfandflaschenbeutel samt Holzgestellen, die von einigen Mitgliedern der AG liebevoll in Handarbeit geschneidert und gezimmert wurden (besonderer Dank gilt Frau Wloszkiewicz und ihrem handwerklich nicht unbegabten Mann), zu gestalten, um damit zukünftig Pfandflaschen für MISEREOR-Projekte zu sammeln, konnten sie, aber auch die älteren Schülerinnen und Schüler eine Woche lang jede Pause vorbereitete Spiele aus fernen Ländern oder zum Thema Fairtrade spielen; als Beispiel sei eine Abwandlung des beliebten MSO-rianischen Pausenfußballspiels in der Pausenhalle genannt mit aus Müll hergestellten Fuß-„Bällen“: So spielen die Kinder in den Armenvierteln Indiens Fußball.

Auch für das leibliche Wohl wurde gesorgt: In Zusammenarbeit mit der Fair-Trade-AG, die Hefte und an diesem Tag auch geschmierte Brote verkaufte, bot die MiSereOr-AG neben einer Menge Infomaterial insbesondere – und diese erfreuten sich großer Beliebtheit – Bananen mit Schokosoße an, wie schon in einer MiSereOr-Projektgruppen-Pausenaktion in der Fastenzeit 2013 umgesetzt.

Hoher Besuch in Opladen

Eigentlich hätte dieser Tag ganz entspannt laufen können, wäre nicht hoher Besuch gekommen: Fernsehen, lokale Presse, Vertreter des Erzbistums Köln und von MISEREOR kamen, sahen und waren erstaunt, wie rund alles lief und wie vorbereitet wir waren. Wir selbst waren auch erstaunt, dass die Pausenaktion am Donnerstag und die Vortage (sowie noch der Freitag) so toll verliefen, und wir hoffen, dass auch inhaltlich einiges haften blieb, v.a. bei den jüngeren Schülern.

Alles in allem war, durch die tatkräftige Arbeit aller Beteiligten und selbstständige Umsetzung der Idee der 15-Minuten-Aktion, auch schon vor ihrem offiziellen Beginn, ein voller Erfolg. Wir haben uns gefreut, die offizielle Pilotschule der 15-Minuten-Pausenaktion im Erzbistum Köln zu sein und freuen uns auf eine weitere Zusammenarbeit mit und für MISEREOR.

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