AKTIONSIDEEn:Corona macht erfinderisch – Pausenaktionen 4.0

Hintergründe und die Idee

Corona hat unser Leben ganz schön durcheinander geworfen. Die Schule ist geschlossen, wir können unsere Freundinnen und Freunde nicht mehr wie gewohnt treffen und auch solidarisches Handeln ist angesichts der Toilettenpapier-Hamsterkäufe nicht für jeden selbstverständlich und schwieriger geworden. Aber viele Beispiele zeigen, dass man in Krisenzeiten sich selber nicht der Nächste ist, sondern man auch an andere denkt. Für ältere Menschen wird eingekauft, Bäckereien und Restaurants verteilen gratis Lebensmittel, Mieten werden ausgesetzt und vieles mehr. Deutschland zeigt, dass es solidarisch sein kann, wenn man kreativ ist und sich was einfallen lässt. Solidarität macht wie Corona aber nicht an Grenzen Halt.

Weltweite Solidarität ist in Zeiten Coronas erforderlich

Die Solidarität in Deutschland ist wichtig und notwendig, aber wir brauchen in diesen schwierigen Zeiten auch und gerade weltweite Solidarität! Es steht zu befürchten, dass Corona viele Länder des Südens noch härter treffen wird, als dies in europäischen Ländern der Fall war und ist. Die Gesundheitssysteme sind mit denen in Europa nicht zu vergleichen. Es gibt keine Krankenversicherung, Krankenhäuser sind rar und schlecht ausgestattet, das Ärzte- und Pflegepersonal ist nicht so geschult und generell können Behandlungskosten von vielen nicht aufgebracht werden. Zudem leiden viele, besonders arme Menschen, an Vorerkrankungen, die sie zur Risikogruppe werden lassen. Verschärft wird die Situation dadurch, dass viele von jetzt auf gleich ihre Arbeit verloren haben und nun kein Einkommen mehr haben, um die Familie zu ernähren. Die ohnehin bestehenden Notsituationen werden durch Corona also noch verschärft. Eindrücke aus Bangladesch, der DR Kongo, Madagaskar und Brasilien werden hier mit dem Stand von Ende März im Misereor-Blog geschildert.

Die Durchführung

Pausenaktionen können dazu beitragen, auf diese Situationen aufmerksam zu machen und unkompliziert Hilfe zu leisten – die Welt in 15 Minuten ein bisschen besser zu machen. Nur können die Pausenaktionen nicht in der Schule durchgeführt werden. Was also tun? Kreativität ist gefragt! Wie können Aktionen auf anderen Wegen, wenn man sich nicht treffen und sehen kann, durchgeführt werden? Es ist möglich. Es kann z. B. ein Spendenlauf durchgeführt werden! Nur, dass man alleine läuft und gemeinsam mit den individuellen Kilometern vielleicht einen Klassenmarathon absolviert, für den individuelle Spenden pro Kilometer gesammelt werden. Ähnliche Beispiele, wie SOLIDARITÄT GEHT, finden sich hier. Oder der Musikkurs entscheidet sich, gemeinsam ein Lied zu machen! Nur, dass zu Hause einzeln gespielt und gesungen wird. Oder man macht zusammen über die Videokonferenz-App “Zoom” Musik und läd Familie und Freunde zu dem Konzert ein! Oder es wird eine online-Nachrichtensendung produziert! Oderoderoder… Sicherlich sind viele weitere spannende und kreative  Ideen denkbar, Anregungen finden sich hier. Wenn Ihr eine eigene Spendenaktion mit einer eigenen Misereor-Spendendose starten wollt – hier gibt es die Anleitung.

Solidarität ist auch in Corona-Zeiten möglich!

Die PAusenaktionen 4.0 machen es möglich.