Mabuhay! 

Ich bin Salvatio, und das ist mein Freund Jamie. Mabuhay – das ist ein philippinischer Gruß; er bedeutet so viel wie: „Du sollst leben“.

Jamie und ich haben in Manila auf der Straße gelebt, uns mit verschiedenen Jobs durchgeschlagen und gegen den Hunger immer wieder Klebstoff geschnüffelt. Einmal gerieten wir in eine Polizeirazzia. Die haben uns dann ins Gefängnis gesteckt – zusammen mit vielen anderen Jugendlichen. Die Meisten von uns hatten nichts Schlimmes verbrochen – vielleicht ein paar Kaugummis geklaut oder eine Frucht von einem Marktstand. Einige saßen wegen Prostitution, Rauschgifthandel oder weil sie sich geprügelt hatten.

Gefängniskinder wollen leben!

Gefängniskinder wollen leben!

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Weggesperrt!

Weggesperrt!

Weil sie kleine Geldbeträge, Essen oder Handys gestohlen haben, weil sie nachts auf einer Pappe schlafen statt in einem richtigen Bett, weil sie Passanten anbetteln, werden Kinder und Jugendliche in der philippinischen Hauptstadt Manila ins Gefängnis gesperrt - wie zum Beispiel Sam (15). Er wartet seit Monaten auf seine Verhandlung wegen eines Bagatell-Diebstahls. (Alle Namen sind geändert – die Geschichten sind authentisch.)

Es gibt viele obdachlose Kinder und Jugendliche in Manila. Die Behörden versuchen das Problem zu lösen, indem sie uns einfach wegsperren.Die Zellen sind viel zu eng. Hier kann man nur krank werden. Wenn einer aufbegehrt, schlagen die Wärter zu. Wir hoffen alle auf PREDA, auf Lino, Bert und Joan vom „Jail Rescue Team“, die uns besuchen. Sie schaffen es immer wieder, einige von uns aus dem Gefängnis herauszuholen. Ein langer Papierkrieg ist dafür nötig, aber die PREDALeute sind hartnäckig. Die besten Chancen haben die Jüngsten von uns, die wegen ihres Alters eigentlich gar nicht eingesperrt sein dürften.

Vielleicht haben Jamie und ich Glück!?

Denn wir haben nichts Kriminelles getan, sondern sind als „Herumtreiber“ verhaftet worden. Die Leute von PREDA haben sich unsere Namen aufgeschrieben. Hoffentlich nehmen sie uns mit in ihr Kinderschutz- Zentrum nach Olongapo.

Euer Salvatio – liebe Grüße natürlich auch von Jamie!

Projektinfos

In Olongapo, 130 Kilometer nördlich von Manila, betreibt PREDA ein Haus für sexuell ausgebeutete Mädchen und ein zweites Haus, in dem befreite Gefängniskinder ein Jahr lang leben können. Es ist eine Zuflucht auf Zeit – aber auch ein Sprungbrett in eine bessere Zukunft. Die Jugendlichen werden sozial-therapeutisch betreut und können zur Schule gehen.
PREDA („People’s Recovery, Empowerment & Development Assistance“) macht sich nicht nur für Kinderrechte stark, sondern unterstützt Kleinbauernfamilien, damit sie nicht in die Stadt abwandern müssen und besser für ihre Kinder sorgen können. Das Programm von PREDA umfasst: Straßensozialarbeit, Befreiung von Minderjährigen aus Gefängnissen, Kleindarlehen an Bauernfamilien (zum Beispiel für den Anbau von Mangos, die über den Fairen Handel vertrieben werden), Ausbildung im ökologischen Landbau, Stadtgärten und vieles andere mehr. 

Hier kannst du mehr über das Gefängnis-Kinder Projekt erfahren.

 

Bilder, die unter die Haut gehen und bewegen
- hier ist der Clip! 

So kommt eure Spende an!

Ihr wollt die Jugendlichen auf den Philippinen unterstützen und habt dafür während eurer Pausenaktion Spenden gesammelt? 

Hier ist das MISEREOR-Spendenkonto für eure Überweisung. Vermerkt bitte unbedingt das Kennwort "eures" Hilfsprojektes - all das ist natürlich auch online möglich.

Im Namen der MISEREOR-Partnerschaftorganisationen sagen wir euch an dieser Stelle schonmal ein ganz dickes DANKESCHÖN für eure engagierten 15-Minuten-Pausenaktionen! 

MISEREOR 

Spendenkonto 10 10 10 
Pax Bank 
BLZ 370 601 93
IBAN DE75 37060193 0000101010
BIC GENODED1PAX

Für die Philippinen: Kennwort S 11086